Projekt Eigenstrom: Balkonkraftwerk mit Speicher – Die Montageanleitung
hier haben wir ein Balkonkraftwerk mit vier 500-Watt-Modulen und einem Speicher mit 5,4 kWh Batterieleistung montiert. Aufgrund des geringen Platzes auf dem Dach haben wir zusammen mit dem Kunden die Platzierung der einzelnen PV-Module besprochen und festgelegt. Vor der Montage war zwar bereits klar, dass zwei Module auf der Ost- und zwei Module auf der Westseite montiert werden sollen.
1. Planung und Vorbereitung: Der optimale Standort
Bei vier Modulen (Gesamtleistung 2000 Wp) war klar: Wir benötigen eine stabile Dachmontage.

- Die Ausrichtung Ost/West hat den Vorteil, dass man über den ganzen Tag eine gleichmäßige Stromproduktion hat, und diese morgens früher beginnt und abends später aufhört.
- Komponenten-Check: Alle Teile – 4x 500W Module, Montagesystem für das Dach, Wechselrichter, Kabel, Kabelkanal und der externe Speicher – lagen bereit.
2. Die Modul- und Halterungsmontage auf dem Dach
Der erste große Schritt war die Befestigung der Module auf dem Ziegeldach.
- Da wir bei diesem Dach zu Beginn nicht genau wussten, wo sich die Sparren befinden, konnten wir erst vor Ort mit dem Kunden entscheiden, wo die Module genau platziert werden. Auch hier gilt wie immer zuerst, Dachhaken anbringen. Die speziellen Dachhaken werden unter den Dachziegeln positioniert und sicher am Dachstuhl (in den Sparren) verschraubt. Das ist die Grundlage für die Stabilität der gesamten Anlage.
- Montageschienen: Auf diesen Haken befestigten wir die Montageschienen, auf denen später die Solarmodule befestigt werden.
- Module fixieren: Die vier 500-Watt-Module wurden nacheinander auf den Schienen platziert und mit Endklemmen fest verschraubt. Da die Module relativ groß und schwer sind, war präzises Arbeiten und eine zweite Person unerlässlich.


3. Verkabelung und unsichtbare Kabelführung
Um eine saubere Optik zu gewährleisten und die Kabel vor Witterung zu schützen, war die Kabelführung ein wichtiger Punkt.
- Anschluss der Module: Die vier Module wurden parallel mit vier Strings mit dem Mikro-Wechselrichter des Anker Solix Pro 3 Batteriespeichers verbunden. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom (DC) der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom (AC) um, wobei die Einspeiseleistung in unser Netz auf die gesetzlich zulässigen 800 Watt begrenzt ist. Für die meisten Haushalte ist das völlig ausreichend, wenn weder eine Wärmepumpe noch ein E-Auto geladen wird und sich dadurch die Grundlast die meiste Zeit des Tages unterhalb der 800W befindet.
- Kabeldurchführung: Die AC-Leitung vom Wechselrichter führten wir unter den Dachziegeln bis zur Traufe (Dachrand), wie auf dem Bild zu sehen. Dies sorgt für eine optisch unauffällige und witterungsgeschützte Verlegung.
- Verlegung bis zum Speicher: Die MC4 Solarkabel wurden dann per Bohrung unterhalb der Dachziegel in einem passenden flexiblen Schlauch in den Wohnungsinnenraum gelegt und der Durchgang durch die Dampfsperre wieder fachmännisch versiegelt.
4. Installation des Speichers und Inbetriebnahme
Der Batteriespeicher ist der Schlüssel zur maximalen Eigennutzung des Solarstroms.
- Speicherplatz: Der Batteriespeicher wurde an einem geeigneten, geschützten Ort im Büro im Obergeschoss platziert.
- Anschluss: Wir verbanden die Kabel mit dem Speicher/dem Batteriewechselrichter. Der Speicher sorgt dafür, dass überschüssiger Tagesstrom gespeichert und bei Bedarf (z. B. am Abend) wieder abgegeben wird.
- Anschluss ans Hausnetz: Der letzte Schritt war der Anschluss des Systems an das Hausnetz (meist über eine spezielle Energiesteckdose oder einen Schuko-Stecker).
- Anmeldung: Wichtiger Hinweis: Die Anlage muss im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur registriert werden.

Mit diesem Aufbau nutzen wir die hohe Leistung der 2000 Wp Module für eine optimale Stromproduktion, während der Speicher die Unabhängigkeit erhöht.
