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2 Module Ost / 2 Module West – Oft die beste Entscheidung!

Projekt Eigenstrom: Balkonkraftwerk mit Speicher – Die Entscheidung für Ost-/West-Ausrichtung

Eine Montage auf dem Dach Ost/West ist sogar sehr sinnvoll und sehr wirtschaftlich.

Das alte Mantra „Dach voll nach Süden“ stammt noch aus einer Zeit, als die Einspeisevergütung extrem hoch war. Heute, wo der Strompreis für den Bezug hoch und die Vergütung niedrig ist, lautet das neue Ziel: Eigenverbrauch maximieren.
Bei einer kleinen Anlage (2 Module Ost + 2 Module West, also 2 kWp) ist die Ost-West-Ausrichtung für einen normalen Haushalt oft die wirtschaftlich überlegene Variante.

1. Das “Nutzungsprofil”-Argument.
* Südausrichtung (Die Mittagsspitze): Eine Süd-Anlage produziert den meisten Strom zwischen 11:00 und 14:00 Uhr. Zu dieser Zeit sind die meisten Berufstätigen und Familien nicht zu Hause. Der wertvolle Strom fließt für wenige Cent (ca. 7 ct/kWh) ins Netz, während man morgens und abends teuren Strom (ca. 30–40 ct/kWh) zukaufen muss.
* Ost-West (Die Klammer):
* Morgens (Ost): Wenn die Kaffeemaschine läuft, der Föhn benutzt wird und das Frühstück gemacht wird, liefern die zwei Ost-Module bereits Energie.
* Abends (West): Wenn gekocht wird, der Fernseher läuft oder die Waschmaschine nach der Arbeit angestellt wird, liefern die zwei West-Module noch Energie, wenn die Süd-Anlage schon.

„Wir bauen Ihre Anlage so, wie Sie leben. Sie brauchen den Strom morgens und abends – genau dann liefert diese Anlage, im Gegensatz zu einer reinen Südanlage.“

2. Die Wirtschaftlichkeit (Eigenverbrauch vs. Netzeinspeisung)
Hier geht es um den Geldbeutel.
* Der Preis-Hebel: Jede Kilowattstunde (kWh), die Sie selbst verbrauchten, spart ihnen ca. 35 Cent (Strompreis). Jede kWh, die Sie einspeisen, bringt ihnen nur ca. 7 Cent.
* Die Rechnung: Eine Ost-West-Anlage erzeugt zwar im Jahr vielleicht 10–15 % weniger Gesamtstrom als eine perfekte Südanlage.

Aber: Der Anteil des Stroms, den Sie selbst nutzen können, ist bei Ost-West deutlich höher.

* Ergebnis: Die Stromrechnung am Ende des Jahres ist mit Ost-West oft niedriger, weil weniger teurer Netzstrom zugekauft werden muss.

3. Technische Vorteile bei 2+2 Modulen (Das “Überbelegungs”-Argument)
Gerade bei kleinen Anlagen (z. B. Balkonkraftwerk-Größe oder kleine Dachanlagen mit Mikrowechselrichter) ist Ost-West genial:
* Gleichmäßigere Last: Ein Wechselrichter (z. B. ein 800W oder 1600W Mikrowechselrichter) wird bei einer Süd-Anlage mittags oft „abgeregelt“, weil mehr Energie kommt, als er verarbeiten darf/kann (Clipping).
* Längere Laufzeit: Bei Ost-West wird die maximale Leistung selten gleichzeitig erreicht. Dafür arbeitet der Wechselrichter über viel mehr Stunden am Tag im optimalen Bereich. Man nutzt die Kapazität des Wechselrichters besser aus („Over-paneling“).
* Geringere Hitzebelastung: Module verlieren an Leistung, wenn sie heiß werden. Da die Sonne im Osten (morgens) und Westen (abends) noch nicht bzw. nicht mehr ihre volle Hitzekraft wie am Mittag hat, arbeiten die Module oft in einem kühleren, effizienteren Temperaturbereich.
4. Optik und Dachnutzung
* Ziegeldach-Integration: Ost-West-Belegung sieht oft symmetrischer aus und nutzt die vorhandenen Dachflächen effizienter, ohne dass man zwingend aufgeständert (Richtung Süden) montieren muss, was windanfälliger wäre.
* Platzsparend: Man muss keine Abstände für Verschattung durch Aufständerung einhalten. Die Module liegen flach auf den Ziegeln (dachparallel).

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